• margitschmidinger

Was nützt es zu den Heiligtümern des Herrn zu pilgern, wenn das Herz nicht mitgeht!


Letzte Woche hatte ich eine kleine Blog-Pause. Von Bologna weg haben uns zwei gute Freunde bis Brisighella begleitet und dann waren wir mit unserer Postkartenaktion an den Papst beschäftigt. Danke an alle die schon geschrieben haben, er wird sich bestimmt freuen über so viel Post aus Österreich. Wer noch schreibt – Adresse : An seine Heiligkeit Papst Franziskus, Santa Marta, Città del Vaticano, V-00120 Vatikanstaat Das obige Zitat hab ich von einer Freundin mit auf den Weg bekommen und beschäftigt mich schon einige Tage. Ja was nützt es nach Rom zu pilgern, wenn das Herz nicht mitgeht. Wo ist denn mein Herz, woran hängt es, womit fülle ich es? Denke ich zuviel an die Lieben zuhause? Bete ich zuwenig ? Verliere ich das Ziel aus den Augen? Dieses kleine Dämonchen, das mir einredet ich muss mehr beten, mehr verzichten, frommer sein, taucht immer wieder mal auf und verunsichert mich. So, als könnte ich Gottes Handeln durch besondere Leistungen beeinflussen. Da ist es schon gut, soviel in der Natur zu sein. Sie ist ein guter Lehrmeister. Der Baum steht einfach da, breitet seine Äste, verfärbt seine Blätter, setzt Knospen für das nächste Frühjahr und erfüllt so das Ziel seines Daseins. Es tut gut zu wissen, dass ich genüge, dass es reicht, einfach zu gehen, Tag für Tag, mal mit vollem und dann wieder mal mit lauem Herz. Mal schlägt es bis zum Hals und mal ist es so gelangweilt, dass es woanders hin möchte. Leben gibt es nicht ohne Herz und Herz gibt es nicht ohne Gott. Ganz einfach. Mein Herz geht mit, bis am Petersplatz…Gott auch!