• margitschmidinger

Non est in toto sanctior orbe mons – Es gibt auf der ganzen Welt keinen heiligeren Berg.


So steht es auf dem Eingangstor vom Kloster La Verna. Bei Regen und Kälte haben wir den Berg gestern erklommen, beim Ankommen zeigte sich die Sonne kurz und die Glocken empfingen uns. Ein erhebender, berührender Moment. In der Kirche stimmten wir dann den Sonnengesang des Heiligen Franziskus an. Überall hier im Kloster aber auch am Weg kann man den Geist dieses außergewöhnlichen Menschen wahrnehmen. Franziskus hab ich als Kind schon gerne gehabt. Jemand der mit Tieren sprechen kann, das hat mich beeindruckt. Auch an den Film „Bruder Sonne und Schwester Mond“ kann ich mich erinnern. Wohl eine etwas verkitschte Darstellung seines Lebens. Was beeindruckt mich heute? Seine Leidenschaft mit der er Christus liebte und nachfolgte. Und seine Gotteserfahrungen. Wünschen wir uns nicht alle, dass Gott uns so begegnet, dass jeder Zweifel von uns abfällt? Franziskus hatte eine starke Christus Begegnung die sein Leben verändert hat, doch der Zweifel, den richtigen Weg zu finden, der ist auch ihm geblieben. Immer wieder hat er sich in die Einsamkeit von La Verna zurück gezogen, um herauszufinden, was Gottes Wille ist. Sein asketischer Lebensstil und seine Augenkrankheit haben ihm zugesetzt, mit 44 Jahren ist er gestorben. Zwei Jahre danach wurde er bereits heilig gesprochen. Bis heute inspiriert er Menschen auf der Suche nach Gott. Seine Bescheidenheit, seine Fähigkeiten zu verzichten, seine Liebe zu Natur und Menschen – er kann uns wahrlich ein großes Vorbild sein. Papst Franziskus hat nicht umsonst seinen Namen gewählt. In seinen Enzyklika „Laudato Si“ und „Fratelli tutti“ greift er die Anliegen des Heiligen auf. Und beide wollen die Kirche erneuern! Darin sind sie mir ein besonderes Vorbild! Hl. Franziskus bitte für uns!

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